Wie unterscheidet man Direktvertrieb über Netzwerke (Multilevelmarketing) von illegalen Schneeball- und Pyramidensystemen?

VERWAY wird einem Multi-Channel-Konzept folgen, in dem Direktvertrieb, Multi-Level, Teleshopping, Homeparty-Konzept, E-Commerce, Social Media und weitere Strategien unter eine Marke gebracht werden. Die Idee dahinter ist, dass durch das Multi-Channeling eine enorm breite Zielgruppe angesprochen wird. Der Aufbau von Netzwerken weiterer Unternehmer/Partner (Multilevelmarketing) ist rechtlich unbedenklich und ganz klar abzugrenzen von wettbewerbswidrigen Vertriebssystemen wie Schneeball- oder Pyramidenspielen.

Doch wie unterscheiden sich Schneeballsysteme und Pyramidenspiele vom Direktvertrieb über Netzwerke (Multilevelmarketing)?

  • Beim Pyramidenspiel steht das Anwerben von Personen im Vordergrund, beim Direktvertrieb der Produktverkauf. Beim Kettenbrief ist das leicht zu erkennen – der Brief ist nur ein Mittel zum Zweck und hat keinen eigenen Wert. Das gilt auch für den immer wieder auftretenden pyramidenartigen Emailversand von Dateien.
  • Beim Pyramidenspiel ist ein bloßer Kauf ohne Anwerben von Kunden nicht möglich – da hier kein Produkt im Vordergrund steht, hätte der bloße Kauf keinen Sinn, die Gewinnerzielung wird ja nur über das Anwerben erreicht. Im Direktvertrieb steht der Kauf meist hochwertiger Ware im Vordergrund, ein Anwerben ist nicht Bedingung.
  • Beim Pyramidenspiel muss der Kunde unbedingt ein Entgelt leisten – könnte er es zurückverlangen, würde das System nicht funktionieren und schon am Beginn zusammenbrechen. Im Direktvertrieb hat der Kunde Gewährleistungs- und Rücktrittsrechte – er kann die Ware umtauschen oder zurückgeben.
  • Das Pyramidenspiel funktioniert nur bis zu einem bestimmten Personenkreis und letztlich auf Kosten jener Kunden, die keine weiteren Kunden anwerben können. Irgendwann ist der Markt verstopft, das System hat sich totgelaufen und bricht zusammen. Beim Direktvertrieb ist eine Marktsättigung nicht vornherein zu erwarten (wenn aber alle 8 Mio Österreicher zB einen Scooter haben, wird die Nachfrage natürlich zurückgehen) – es werden ja laufend neue Produkte gekauft bzw. keine Einsätze ohne Gegenleistung verlangt. Startgelt bzw. Provisionen fallen im Multilevelmarketing als Abgeltung für Einführungs-, Schulungs- und Informationsarbeit an.

Unterschiede auf einen Blick:

  • Im Direktvertrieb steht der Produktverkauf, nicht das Anwerben von Personen im Vordergrund.
  • Im Direktvertrieb sind Kauf oder Vermittlung ohne Anwerben möglich.
  • Im Direktvertrieb besteht keine Pflicht zur Abnahme von Produkten. Hingegen besteht das Recht auf Erstattung bezahlter Beträge bei Rücktritt oder Rückgabe von Waren.
  • Im Direktvertrieb ist eine Marktsättigung nicht von vornherein zu erwarten.
  • Im Direktvertrieb können alle Beteiligten dauerhaft profitieren, von einem Pyramiden- oder Schneeballsystem profitieren nur die frühen Teilnehmer.

Quelle: wko.at

Teilen Sie diese Info:
Recommended Posts